Ausstellung in der Rue de Pascale, Brüssel 2008

„Ich werfe meine Freude wie Vögel an den Himmel“– Irmengard Schöpf in Brüssel

Die Zammer Malerin Irmengard Schöpf eröffnete im Haus der Gemeinsamen Vertretung der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino in Brüssel die Ausstellung:

"siku nyingi: Afrika"

Die Ölbilder der Künstlerin kreisen um poetische und religiöse Fragestellungen ohne gesellschaftliche Themen außer Acht zu lassen. Wichtige Einflüsse erhielt ihre Kunst durch die Erfahrungen, die sie an der Seite ihres Mannes, des Arztes Dr. Karl Schöpf, im ostafrikanischen Tansania sammelte, wo die Familie 17 Jahre lang arbeitete und lebte.
Der Leiter der Tiroler Vertretung Christian Bidner hieß Frau Irmengard Schöpf und die geladenen Gäste in den Räumen der Gemeinsamen Vertretung willkommen und führte in seiner Begrüßungsrede aus, dass Schöpf die eigentliche Malerei sehr häufig mit anderen
Wissenstraditionen verknüpfe und dadurch eine profunde Ganzheitlichkeit in ihrer Kunst erreiche.
Das treffe vor allem für die Geistesdisziplinen der Philosophie und der Religion zu. In ihren Büchern und Kunstkatalogen rufe sie immer wieder Denker wie den französischen Philosophen Teilhard de Chardin bis hin zum Tao Te King des Lao Tse gewissermaßen als Zeugen für die Gültigkeit ihres metaphysischen Gedankengebäudes auf.
Sie stütze sich dabei unerschütterlich auf christliche Wurzeln. Und gerade das ermögliche ihr gleichzeitig eine Toleranz und Offenheit, die man in der Unbefangenheit der Integration anderer religiöser Selbstverständnisse in ihr Schaffen ausmachen kann.
Der Ständige Vertreter Österreichs bei der Europäischen Union Botschafter Hans- Dietmar Schweisgut hielt eine sehr persönlich angelegte Eröffnungsrede an die Vernissagegäste und die Künstlerin, die mit Mann und Sohn angereist war. Für ihn stelle das Wiedersehen mit Familie Schöpf in Brüssel eine besondere Freude dar, betonte Schweisgut, der die Familie seit seiner Kindheit in Tirol kenne.
Diese Gemälde sowie die bildreichen Erzählungen hätten ihm als Kind damals eine erste vage aber prägende Vorstellung von Afrika vermittelt. Er resümierte: „Die Werke der Künstlerin sind an Intensität einmalig und reißen den Betrachter mit“.
Nach den persönlichen Worten des Botschafters führte die Tiroler Kunsthistorikerin Herta Pümpel in einem Vortrag in das Schaffen der Künstlerin ein: „Die Auseinandersetzung mit brisanten Themen und ebenso die philosophischen und geistigen Entwicklungen finden in die Kunst von Irmengard Schöpf Eingang.
In ihren Werken spiegelt sich die tiefempfundene Religiosität und die Liebe zu Afrika wider.“
 

Weiterführende Links:
-Einladung

-Vernissagerede

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